Georgien…

…oder ‘Englisch ist doch keine Weltsprache’

Die Flüge waren gerade günstig und so ging es als ersten Urlaub an der neuen Arbeitsstelle spontan nach Kutaisi in Georgien. Das schöne an der neuen Arbeit ist, dass ich mir die wahrscheinliche Flugroute vorher anschauen kann und so während des Fluges mitverfolgt habe. Von dem winzigen Airport fuhr ich für umgerechnet 2€ mit dem Taxi in die 30km entfernte Stadt zu meiner Unterkunft bei einer Georgischen Familie. Hier habe ich die passende Jahreszeit erwischt und es gab im Garten mit den Kaki-, Granatapfel- und Mandarinenbäumen immer etwas zu naschen. Da ich von den letzten Tagen recht müde war, ließ ich den Tag nach einem kleinen Stadtrundgang bei einem leckeren Abendessen mit Blick auf die Begrati Kathedrale ausklingen.

Kutaisi, eine sehr alte und die zweitgrößte Stadt Georgiens, hat einen schönen Markt und liegt an dem Fluss Rioni, dessen Brücken nachts in tollen Farben beleuchtet sind. Zudem ist sie bekannt für ihre Jahrtausende alte Geschichte der Weinherstellung. Zu leckerem, selbst gemachten Rotwein wurde ich auch jeden Abend in meiner Unterkunft eingeladen. Gegen ein kleines Entgelt hat mich der Vater der Familie zu meinen Ausflugszielen gefahren und das Programm etwas erweitert. So ging es an einem Tag zur Gelati Monastery, Motsameta Monastery und zum Prometheus Cave. Gelati gehört zum Weltkulturerbe und mein „Reiseleiter“ konnte viel über die Geschichte erzählen und sogar einige Geheimgänge und Geheimräume zeigen, die wohl kaum ein Tourist zu Gesicht bekommt.

Motsameta liegt idyllisch auf einem Hügel umschlungen vom Rioni River. Dieser verfärbte sich durch das viele Blut einer Schlacht im 8. Jahrhundert rot. Das sonnige Wetter lud hier noch zum verweilen und Genießen der tollen Aussicht ein. In die Höhle des Prometheus kommt man leider nur mit einer Führung, dessen Gruppengröße für meinen Geschmack deutlich zu groß war. Durch die vielen Beleuchtungseffekte und ihre Größe wirkt die Tropfsteinhöhle zwar beeindruckend, aber es ist schon erschreckend, wie stark dieses Naturobjekt für die touristische Erschließung zerstört wurde.

Am Tag vor der Abreise ging es dann noch in die nahegelegenen National Parks Matsvilli und Okatse. In ersterem schlängelt sich ein türkisfarbener Fluss durch das Gestein mit zahlreichen kleineren Wasserfällen. Okatse ist bekannt für seinen Canyon. Hier gibt es einen Sidewalk mit Aussichtsplattform etwa 200m über der Schlucht. Die Aussicht ist natürlich atemberaubend. Etwas entfernt gibt es dann noch einen Wasserfall zu sehen, der eine enorme Steilwand hinabstürzt. Zudem ließ sich der Blick auf den Kaukasus genießen.

Georgien war ein schönes Reiseland. Hilfreich wären aber russische Sprachkenntnisse gewesen. Zwar sieht hier alles noch so aus wie in den alten Sowjetischen Filmen, aber das macht einen gewissen Charme aus und Natur sowie Gastfreundschaft sind einfach überwältigend.

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