Von der Sonne geweckt gab es heute Frühstück mit Blick auf die Berge. Nach einer kurzen Fahrt, bei der wir einen Tramper mitnahmen, kamen wir am Geysir Strokkur an, der etwa alle 10 Minuten eine große Wasserfontäne in die Luft schleuderte. Hier störte mich allerdings ein wenig der Massentourismus, sodass ich mich mehr an dem Anblick einer tiefblauen Quelle erfreute. Nicht weit entfernt liegt dann noch der berühmte Gullfoss, dort stürzen mächtige Wassermassen in einen tollen Canyon. Auch hier gab es viele Touristen und so war unser nächstes Ziel umso schöner, wenn auch die Fahrt dahin etwas komplizierter. Es ging nämlich zum etwas abgelegenen Bruarfoss. Auf dem letzten Kilometer führte ein schmaler Fußweg durch eine mit Wasserläufen durchschlängelte Landschaft wie aus Kinderbüchern hindurch zwischen Birken und Sträuchern zu einer traumhaften Brücke über den Fluss. Diese gab den Blick auf auf den sprudelnden Wasserfall frei, welcher durch die vielen Luftblasen in ganz intesivem hellblau schimmerte. Und weit und breit war keine Menschenseele zu sehen.

Obwohl sich der Platz gut zum Zelten eignete, haben wir uns zum Weiterfahren entschieden, da es noch nicht so spät war. Zum Abendessen haben wir nahe der Ringstraße am Urridafoss gehalten. Der Weg führte uns weiter auf die 261 nach Hliðarendi zu einem Gedenkplatz für den Dichter Þorstein Erlingsson. Es eröffnete sich ein tolles Panorama mit vielen Wasserfällen auf der einen Seite und schneebedeckte Berge auf der anderen. Hier war ein paradiesischer Wasserfall von einem kleinen Wald umrandet und beim Anblick der menschleeren traumhaften Idylle war klar: "Hier wird gezeltet!"

Da es uns hier so gut gefiel, haben wir kurzerhand entschlossen am nächsten Tag eine Wanderung in der Nähe zu machen. Ausgeschlafen ging es bei strahlendem Sonnenschein zum 800m entfernten Gluggafoss, bei dem das Wasser durch eine Lava-Röhre in ein Becken aus Vulkangestein fällt. Nach etlichen Fotos sind wir nebendran den Berg hinauf um diesen Wasserfall von oben zu begutachten. Überraschenderweise waren über dem Wasserfall noch etliche weitere wundervolle Wasserfälle, sodass wir aus dem Staunen gar nicht mehr herauskamen. Den Rest des Tages haben wir dann etwas ruhiger bei einem Buch am Dichterplatz, von uns auch Paradies genannt, ausklingen lassen.

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