Vor dem heutigen Tag war ich ein wenig aufgeregt, denn es gab auf Island einen Geocache, der vor einem Jahr versteckt und bis heute noch nicht gefunden wurde. Bekannt für meine verrückten Aktionen wollte ich natürlich der erste Finder der Dose sein. Da der Cache auf einem 800m hohen Berg liegt, fuhren wir also erstmal Richtung Wanderparkplatz. Nun gab es aber schon das erste Problem, denn die letzten 12km zum Parkplatz darf man nur mit einem Geländewagen befahren und muss 2 Furchen durchqueren. Also Auto davor abgestellt und gelaufen... Natürlich kam die ganze Zeit kein Auto vorbei, das uns hätte mitnehmen können. Erschöpft am Parkplatz angekommen, kam doch eins um die Ecke und 3 Italiener stiegen aus. Wir haben sie natürlich sofort dazu überredet, dass sie uns auf dem Rückweg mitnehmen und so im Verlauf des Gesprächs stellte sich lustigerweise heraus, dass die Italiener dasselbe Ziel hatten wie ich. Also ging es dann gemeinsam an den beschwerlichen Aufstieg.

Bis zu einer Höhe von 200m gab es noch einen schmalen Wanderweg, der an der Küste entlang führte. Dann hieß es allerdings querfeldein den Berg hinauf. Dabei stieß ich häufger nah an meine Grenzen, denn zwischendurch gab es immer wieder extrem steile und vom Geröll sehr rutschige Passagen. Hier war ich froh, die Italiener getroffen zu haben, denn damit war an Aufgeben nicht zu denken. Und das tolle am Bergsteigen ist ja die Belohnung, die einen oben erwartet. Die zwischendurch aufgezogenen Wolken verflogen schnell wieder und gaben eine herrliche Aussicht über die Fjorde und anderen Berge frei. Und dann der magische Moment als ich die Dose öffnete und das jungfräuliche Logbuch zum vorschein kam. Wir waren also wirklich die ersten, die den Cache gefunden haben. Voller Adrenalin war der Abstieg dann auch gar nicht mehr so schlimm. Die Italiener waren übrigens auf dem gleichen Zeltplatz wie wir und so sind wir auch gemeinsam ins Kuffihusid essen gegangen. Das ist in Island zwar sehr sehr teuer, aber nach der Anstrengung haben wir uns ein richtiges Abendmahl verdient. Und die isländischen Lammkoteletts schmecken auch einfach verdammt gut...

fb xing yt

Sponsored by

Werde mein Sponsor!

Du erhälst dafür diese
Werbefläche.

Kontakt