Going Las Vegas…

…oder ‘5 Verrückte cachen den ET-Highway’

09.01.2016 Incoming Whatsapp: „Moin, 19.2.-27.2. ET Highway. Haste Zeit?”
Antwort: “Ich ruf mal meinen Chef an.” Tom: „Ok hau rein, bekloppte Tour, bißchen cachen, feiern, …“ Ich: „klappt“

Tja, so schnell kann man mich zu einem Urlaub überreden. Gerade noch geschrieben und knappe 6 Wochen später sitze ich dann schon beim Abflugevent am Frankfurter Flughafen. Dort gab es noch die letzten Tipps von Cachern, die schonmal dort waren, bevor dann die Boeing 767 von Delta (empfehlenswert, guter Service an Board) zum Zwischenstopp nach Detroit abhob. Dort haben wir auch direkt die Einreise abgewickelt, sodass die NSA jetzt auch unsere Fingerabdrücke hat und weiß, dass wir nicht in Vegas heiraten wollen. Nach dem leckeren ersten IPA ging es dann auch schon weiter nach Las Vegas, dessen Airport erstaunlich zentral und groß ist. Mit einem Minivan als Mietwagen ging es zu unserem Hotel, dem Westgate Resort, wo wir mithilfe des 20$-Tricks direkt ein Upgrade in eine Director’s Suite bekamen. Diese war riesig, so hatte jeder sein eigenes Badezimmer und Hans Günther, ein Plastikbaum aus dem Jahr 1867, sorgte für gesellige Abende (sorry für den Insider^^). Gerade angekommen gab es auch schon das erste Event an der Hotelbar, bei dem wir lustige Storys der einheimischen Cacher hören konnten. Danach noch schnell einen Burger bei In & Out gemampft, über den Strip gefahren, dabei über die riesigen Lichtanimationen gestaunt und den Tag bei einem Feierabendbierchen beendet.

Am nächsten Morgen hieß es nämlich früh raus, denn nach einem Frühstück bei Ihop stand unsere Death Valley Tour an. Schon die Fahrt dorthin führte durch eine tolle Felsenlandschaft. Besonders krass sind aber die unendlichen Weiten. Da kann es auch mal vorkommen, dass man 50 Meilen einfach nur geradeaus fährt und weit und breit weder Haus noch Auto noch Mensch zu sehen ist. Angekommen im Tal des Todes gab es bei sonnigen 26°C aber noch viel mehr zu sehen. Hier liegt 82m unter dem Meeresspiegel ein riesiger trockener Salzsee auf dem wir einen kleinen Spaziergang gemacht haben. Auch hier ist man einfach nur von der endlosen Weite beeindruckt. Als Highlight empfand ich dann den Artists Drive, eine Straße, die durch einen Berghang zum Artist’s Palette führt.

Dort sind Felsen zu sehen, die durch verschiedene Mineralien in bunten Farben erscheinen. Der Rückweg führte uns am Dantes View vorbei, also von -82m auf knapp 2000m Höhe um noch einen atemberaubenden Blick aufs Death Valley zu erhaschen. Abends ging es dann Downtown in die Freemont Street. Hier sind die ältesten Casinos und der berühmte lange LED-Bildschirm angesiedelt. Und ja, Las Vegas ist noch verrückter als in den Filmen. Was hier so kreucht und fleucht ist echt unfassbar! Strippende Teufel, Frauen im Nonnenkostüm, denen nur der Busen heraushängt, Minions und und und. Dafür ist hier auch richtig was los und die Live-Musik ist erstaunlich gut.

Am folgenden Tag wurde die Stadt ein wenig unsicher gemacht. Der eine kaufte im Outlet rund um sich zu, während der andere noch mit einem Kater zu kämpfen hatte. Danach war es Zeit ein paar Virtuals abzuklappern (schon verrückt, dass man sich anstellen muss um das Ortsschild zu fotografieren) und Hotels anzuschauen.

Auch hier ist natürlich alles größer, weiter, verrückter, Amerika. So steht hier 1:2 der Eiffelturm und die Freiheitsstatue nachgebaut. Mit dem Nachbau der Rialtobrücke vor der Tür ist besonders beeindruckend aber auch das Venetian. Bis vor kurzem noch das größte Hotel der Welt geht das Staunen im Inneren weiter. Hier ist halb Venedig nachgebaut, mit künstlichem blauen Himmel, den Kanälen und echten Gondeln. Ähnliches erlebt man im Caesar mit Rom oder im New York New York mit Manhattan. Im letzteren ist übrigens die Achterbahnfahrt echt lohnenswert. Auch das Luxor, eine riesige Pyramide mit Sphinx im Vordergrund und das Mandalay Bay mit dem größten vollautomatischen Weinkeller sind erwähnenswert.

Die nächsten Tage verbrachten wir dann mit dem eigentlichen Grund unserer Reise, dem ET-Highway. Extraterrestrial Highway genannt, weil hier wohl hin und wieder UFOs und Aliens gesichtet wurden. Unser Ziel waren aber die 2400 Geocaches, die entlang der Straße etwa alle 160m unter Steinen versteckt sind. Manchmal lag auch ein Stein drauf oder Steine drum herum und ab und zu war der Cache sogar unter Steinen versteckt. Klar wird es irgendwann etwas eintönig, aber wir hatten trotzdem unseren Spaß und ein gutes System, dass wir alle Dosen in annehmbarer Zeit finden konnten und dabei noch eine tolle Landschaft zu Gesicht bekamen. Leider waren manche Streckenabschnitte nur Sandwege, sodass unser Auto etwas leiden musste, aber schlussendlich sind wir alle wieder heile angekommen.

Verschnaufen nach dem ET-Highway gab’s nicht, denn am Donnerstag war nach einem T-Bone Steak zum Frühstück ein Ausflug ins Valley of Fire angesagt. Nein, hier brennt es nicht, hier gibt es nur rote Felsen und zwar in ganz tollen Formationen. Diesen State Park sollte man bei einem Besuch in Las Vegas unbedingt gesehen haben. Vorbei an den Bienenstöcken, Petroglyphen, Bögen, White Domes die Kamera permanent auf Abzug war die letzte Station der Elephant Rock. Welch Wunder, der sieht aus wie ein Elefant…

Zurück in Vegas, was macht man dort? Na klar, eine Show ansehen. Die Cirque du Soleil Shows waren uns etwas zu teuer und so entschieden wir uns für Sexxy, die sogar in unserem Hotel lief. Falls Ihr mal jemanden von uns seht, fragt uns doch mal nach der Story mit dem Puschel. Die werde ich nämlich nicht niederschreiben, die ist nur zum Erzählen geeignet.^^ Aber die Show kann ich jedem absolut empfehlen.

Freitag war wieder frühes Aufstehen angesagt um im Morgenlicht den Grand Canyon zu überfliegen. Der Rundflug mit dem garantierten Wow-Effekt. Danach fuhren wir zum Hoover Dam, laut Aussage der Amis von der Betonmenge her angeblich das größte Bauwerk der Welt. Ich lass das jetzt mal so stehen, die Talsperre ist schon echt mächtig. Bei einer Führung konnten wir uns auch die Generatoren anschauen und waren überrascht als uns der Dam Tour Guide mit den Worten „Hallo meine Freunde aus Germany“ ansprach. Dieser war nämlich zufälligerweise Aschaffenburger und sein Bruder Geocacher. Nach der Tour war noch ein bisschen Cachen in Vegas und die Brunnenshow am See vorm Bellagio angesagt bevor wir den letzten Abend bei ein zwei IPAs ausklingen ließen.

Achso, ein Reisevideo werde ich diesmal wahrscheinlich nicht erstellen, da wir genug Kameraleute dabei hatten. So könnt ihr zum Beispiel mal im Youtube-Kanal von HörnerWhisky reinschauen, da sind schon erste Mitschnitte online. Nun muss ich nur noch schauen, wie ich am besten das Wort "Stratzovier" in den Blog einbaue... XD

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